München – München feiert SEINEN FC Bayern! Über den Einzug ins Finale der Champions League freuen sich selbst Fußball-Laien. Denn das Endspiel gegen den FC Chelsea steigt am 19. Mai in der Fröttmaninger Arena.
Nach Ende des Elfmeter-Krimis von Madrid bevölkerten 700 friedliche Bayern-Fans die Leopoldstraße. Die Polizei sperrte bis 2.05 Uhr den Bereich vom Siegestor bis Ainmillerstraße. Ein Vorgeschmack auf das, was die Stadt bei einem Final-Sieg erwartet.
Im Stadion selbst werden das Spiel des Jahres nur wenige Münchner verfolgen können. Lediglich 17 500 der 62 500 Tickets gehen an Vereinsmitglieder des FC Bayern. Die restlichen Karten hat die Europäische Fußball-Union Uefa als Veranstalter bereits an den FC Chelsea weiter gereicht und das Gros unter Käufern im Internet verlost (siehe auch Berichte im Sport).
Deshalb boomt der Schwarzmarkt. Im Internet werden 3000 Euro für eine Karte, die ursprünglich 370 Euro gekostet hat, verlangt. Doch Vorsicht: Die Tickets sind personalisiert. Stimmt der Name der Karte nicht mit dem des Inhabers überein, gibt‘s keinen Einlass.
Deshalb werden am 19. Mai die Public Viewings regen Zulauf erhalten. Die größte Fußball-Party wird im Olympiastadion stattfinden. Im Rahmen des „Champion Festivals“ werden zwei riesige Videowände aufgebaut. Olympiapark-Sprecher Arno Hartung: „Wir haben Platz für 50 000 Fans.“ Der Eintritt kostet 5 Euro.
Zudem gibt es bei dem Festival, das am 16. Mai startet, Aktionen, Ausstellungen und Trainingseinheiten mit Ex-Stars der Bayern wie Giovane Elber und Willy Sagnol. Schon am 17. Mai steigt im Olympiastadion ab 18 Uhr das Champions League Finale der Frauen.
Gefeiert wird aber auch an vielen anderen Orten der Stadt. So beim zweitgrößten Public Viewing bei Paulaner am Nockherberg. Insgesamt 6000 Fans finden dort einen Platz. Zumindest, wer rechtzeitig kommt. Denn die Münchner Polizei rechnet damit, dass München beim „Finale dahoam“ von Fußball-Fans dominiert wird. Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer: „Wir werden uns weltoffen, tolerant, aber auch konsequent präsentieren.“ Damit wirklich alle das Fußball-Fest feiern können.